Die letzten drei Major gewann das dänische Team Astralis. Nun stehen die Dänen in Stockholm kurz vor dem Aus in der ersten Runde.
Seit die CS:GO-Major mit einem SWISS-Format ausgetragen werden, also seit dem ELEAGUE Major Atlanta 2017, ist das dänische Top-Team Astralis noch nie so schlecht in ein Major gestartet wie aktuell in Stockholm. Aus den bisherigen sechs abgeschlossenen Major-Events mit SWISS-Format scheiterte Astralis nur ein einziges Mal vor den Playoffs: Beim ELEAGUE Major in Boston.
Und selbst damals 2018 in Boston startete Astralis in der New Legends Stage mit einer Niederlage gegen mousesports, konnte aber direkt das zweite Match gegen North gewinnen. Nach Niederlagen gegen Fnatic und den späteren Champions von Cloud9 war das Major dann für die Dänen beendet. Doch einen Major-Start mit zwei Niederlagen in Folge direkt am ersten Tag, wo jede weitere Niederlage das Aus bedeutet? Das gab es in der Astralis-Geschichte bislang noch nicht.
Obendrein sah Astralis in den ersten beiden Spielen am Dienstag auch nicht gerade gut aus während sie verloren. Erst kassierte man ein 6:16 gegen die Copenhagen Flames auf Overpass, dann ein 6:16 gegen Entropiq auf Dust2. Keiner der Astralis-Spieler konnte durch individuelle Stärke brillieren oder zumindest zeigen, dass man mithalten kann.
Vor allem das Match gegen Entropiq schien so, als wäre man nicht nur individuell sondern auch taktisch unterlegen. Zwar nutzte man das neue Feature des Granaten-Werfens, um als CT-Seite Short mit Granaten zu bombardieren, doch das neue Map-Layout von Dust2 schien man nicht nutzen zu wollen. Lediglich in vereinzelten Force-Buys und Eco-Runden traute sich Veteran Peter “dupreeh” Rasmussen in den Lower-Tunnel, um die T-Seite unter Druck zu setzen. Entropiq hingegen schien die Map gut zu verstehen und zu beherrschen.
Astralis trifft auf GODSENT
In der dritten Runde des Challenger Stage SWISS-Formats trifft Astralis am Mittwochnachmittag auf das brasilianische Team GODSENT in einem Best-of-Three. Der Verlierer dieser Partie muss die Koffer packen und nach Hause fahren, während der Sieger zwei weitere Siege sammeln muss, um noch die Legends Stage zu erreichen.
Da Astralis in jedem Match ab sofort ums überleben im Major kämpfen muss, wird jedes weitere Match der Dänen im Best-of-Three-Format sein. Das könnte dem Team helfen, doch noch weiterzukommen. Eigentlich sollte das dänische Top-Team einen besseren und tieferen Mappool haben als Teams wie GODSENT und Co. Aber andererseits hätte Astralis auch im Best-of-One gegen Entropiq besser sein sollen.
Grafik: PGL Major Stockholm
